Laudatio zum Medienpreis für Manipulation

Bereits vor der 1.000. Sendung - nämlich nach der 999sten - wurde Johannes B. Kerner von uns gerühmt.

Die Laudatio wurde vor den Johannes B. Kerner Studios in Hamburg per Megaphon abgehalten, da Herr Kerner zwischen den parallel aufzuzeichnenden Kochshows leider keine Zeit fand, zu uns zu kommen. Die Zusammenfassung unseres Aktionstages steht seit heute bei YouTube bereit. In Teil 3 findet sich die Laudatio, Im 2. Teil werden auch einige der Verantwortlichen von MQV zu Sinn und Zweck des ganzen befragt und im 1. Teil wird insbesondere der Beginn und Aufbau, sowie der Protestmarsch zu NDR und dpa gezeigt.

Teil 1: de.youtube.com/watch

Teil 2: de.youtube.com/watch

Teil 3: de.youtube.com/watch

Wir vertraten hier Hunderte, die nicht kommen konnten, sprachen sicher im Sinne von Hunderttausenden, die überhaupt keine Kenntnis von uns haben, doch das Wichtigste ist, es werden immer mehr. Mit jeder Aktion, die im übrigen auch dem Gewissen förderlich ist, stellen wir fest, wie sehr die Meinungsmache der Medien die Menschen beschäftigt und wie interessiert sie sich zuwenden, wenn sie erfahren worum es uns geht. Ironisch auch durch unsere "Wortpolizei" dargestellt, konnten wir unser Anliegen gut auf die Straße bringen wie wir finden und wenden uns als nächstes Berlin zu. Noch im Frühjahr wollen wir unseren Protest auch in die Hauptstadt tragen. Doch widmen wir uns nun wieder ganz Herrn Kerner, dessen fertig geschnittene 1000. Sendung jetzt gerade gesendet wird. Auch wir gratulieren Johannes Baptist Kerner zum Erhalt des "1. Medienpreises für Manipulation". Und wenn JBK ähnlich eines JFK (Ick bin ein Berliner) mal irgendwann sagen könnte "Ich bin ein Ehrlicher", würden wir uns alle hoch erfreut zeigen.


Mit folgender Laudatio wurde am 9.2. gegen 17.00 Uhr Herrn Kerner die "Eiserne Bratpfanne" überreicht:

Sehr geehrter Herr Kerner,

in Ihrer Eigenschaft als Moderator und als Gelegenheitsjournalist wird Ihnen für das zurückliegende Jahr 2007 von "Medien Quo Vadis" - Bürger gegen Medienmanipulation e.V." der diesjährige "Medienpreis für Manipulation" verliehen.

Auf dem Höhepunkt Ihrer beruflichen Karriere und Ihrer herausragenden Verdienste im Mediensektor würdigen wir damit Ihre besonderen Fähigkeiten die da wären:

a. meist soft, selten hart dann aber unfair zu moderieren,
b. journalistische Grundsätze außer Kraft zu setzen
c. Journalismus mit Gewinnstreben zu verwechseln
d. statt mit Einsichten mit Erinnerungslücken zu "glänzen"
e. geladene Gäste in Sendungen regelrecht zu "verbraten"
f. Quotengewinne um jeden Preis zu erzielen
g. Kritik mit "hanseatischen Absprachen" aus der Welt zu räumen (a+i / Spiegel)

kurz: Das nach oben Buckeln, nach unten Treten beherrschen Sie blendend.

Dafür würdigt sie die Jury nach reiflicher Überlegung für das glanzvolle Jahr 2007, in dem Sie uns so deutlich vor Augen führten, wie manipulativ die deutsche Presse in Verbindung mit willfährigen Professoren und Frontleuten wie Ihnen arbeitet. Für die grandiose Fehlleistung am 9.10.2007 werden sie mit der "eisernen Bratpfanne" ausgezeichnet.

Die "eiserne Bratpfanne" versinnbildlicht in ausgezeichneter Form, wie von Ihnen mit eiserner Hartnäckigkeit Meinungen manipuliert werden, um mit in Ihren Sendungen "verbratenen" Personen Quote zu schaffen. Zu Gunsten der Quote schlagen Sie alles in die Pfanne, was Ihnen in die Quere kommt. Auch mal ein minderjähriges Kind in Erfurt, welches nur Stunden zuvor ein Massaker überlebte. Auch erinnern wir uns, wie Sie den betrügerischen Schiedsrichter Robert Hoyzer in Ihrer Sendung als Richter und Henker zugleich auf herablassende Art und Weise vorführten.

Als bekannter Moderator mit journalistischen Ambitionen fürchten Sie sich offensichtlich vor nichts, nicht einmal vor sich selbst und so setzten Sie sich am 09.10.2007 waghalsig ein Denkmal.

Der von Ihnen heraufbeschworene Medienskandal in Sachen Eva Herman ist für Ihre "journalistische" Gesinnung bezeichnend. Unter Ausschluss jeglicher Fairness offenbarten Sie Ihre bedingungslose Hörigkeit gegenüber der Political-Correctness (PC).

Schlagartig wurden Sie mit Ihrem 50-minütigen Kampf zur Reinhaltung der deutschen Sprache sowie Ihres Hamburger Studios weltberühmt.

Gewürzt mit einem Quentchen Humor schafften Sie es, dem lästigen Pressekodex ein heiteres Schnippchen zu schlagen.

In unnachahmlicher Leichtigkeit hatten Sie sich an diesem denkwürdigen 09.10.2007 in Ihrer "JBk-Kerner-Show" mit Eva Herman von allen Zwängen publizistischer Grundsätze befreit und dem Pressekodex Ihren persönlichen Stempel mit gleich lautendem Verfalldatum aufgedrückt.

Mit Großmut verzichteten Sie unter Einsatz Ihrer letzten "journalistischen" Kräfte auf vom Presserat aufgestellte Prinzipien wie

Achtung vor der Wahrheit und Wahrung der Menschenwürde
Vermeidung unangemessen sensationeller Darstellung
Gründliche und faire Recherche

und legten in losgelöster Bombenstimmung ein mediales Quotenfeuerwerk an den Tag, das Ihnen nicht nur rote Ohren vom Publikum, sondern vollste Zustimmung der verantwortlichen ZDF-Führungsriege bescherte.

Prompt erhielten Sie nach der Sendung heftigen Zuspruch von hunderttausenden Zuschauerinnen und Zuschauern. Bis heute können diese Zeitzeugen nicht glauben, was Sie denen als Highlight Ihrer Laufbahn vorführten. Alle Achtung!

Nicht zu vergessen Frau Herman: Auch sie kann es bis heute nicht glauben, wie sie von Ihnen vorgeführt wurde und freut sich auf eine aufrichtige Entschuldigung. Was Sie zum neuen Jahr in einem Interview an Selbstkritik durchblicken ließen war jedoch pures Wunschdenken.

Ihre Worte am 01.01.2008 im SZ Interview:
"Kerner: Ja, ich will aber nicht ablenken. Ich habe damals falsch entschieden. Als Eva Herman gehen wollte, hätte ich sagen können: "Nein, nein, bleib hier. Hier fliegt keiner raus. Da hinten ist Platz genug."

Ihre Worte am 09.10.2007 an Publikum und Frau Herman:
"Kerner: Es sind dann doch die besonders spannenden Momente, wo man sich selbst so ein bisschen Gedanken macht und überlegt, wie man weitermacht. Und die habe ich mir jetzt gemacht und hab mich entschieden, dass ich mit meinen drei Gästen weiterrede und dich Eva verabschiede."

Das klingt so ganz anders und nicht wie jemand, der einen Gast vom Gehen abhalten will.

Sehr geehrter Herr Kerner, zum Abschluss möchten wir uns bei Ihnen herzlich bedanken, denn ohne "journalistische" Abnehmer wie Sie könnten wir den "Medienpreis der Manipulation" gar nicht vergeben. Es gäbe uns als Verein überhaupt nicht.

Halten Sie die "eiserne Bratpfanne" in Ehren, denn mit ihr betrachten wir den Zenit Ihrer Karriere als überschritten!

Noch ein kleiner freundschaftlicher Tipp: Seien Sie bitte gegenüber Kollegen vorsichtig, die Ihnen offensichtlich den beruflichen Erfolg neiden. Vor Tagen erhielten wir noch einen Brief von dem Ihnen sehr gut bekannten Unternehmen "Demontage Publizistischer Ansprüche", kurz dpa. Mit wenigen Worten verbreiten die doch tatsächlich Stimmung gegen Sie:

"Kerner ist vielleicht besser als sein Ruf, aber nicht so gut wie sein Nachruf!"

Seien Sie auf der Hut vor solchen "Freunden"...

Mit freundlichen Grüßen, Ihre
Medien Quo Vadis - Bürger gegen Medienmanipulation e.V.

 

 

 

 

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